| Schule kann ganz anders sein | ||
| Das Wuppertaler Carl-Fuhlrott-Gymnasium war Thema eines großen Artikels in der Wochenzeitung "Die Zeit", die vor kurzem den pädagogischen Wandel an deutschen Schulen darstellte 417 Zeilen und zwei Seiten lang ist Das
fliegende Lehrerzimmer, und es handelt sich dabei nicht um ein Remake
des Klassikers von Erich Kästner, sondern um einen Artikel in der
Wochenzeitung "Die Zeit" vom 2. Dezember letzten Jahres. Thema:
Der pädagogische Wandel am Wuppertaler Carl-Fuhlrott-Gynasium, das
im Schulzentrum Süd am Jung-Stilling-Weg auf Küllenhahn zu Hause
ist. "Zeit"-Redakteur Martin Spiewak war im Sommer eine Woche
lang Gast im Lehrerzimmer, und "Zeit-Fotograf Hartmut Nägele
machte an mehreren Tagen über 1000 Bilder, von denen sechs abgedruckt
wurden. Den Tipp, das Wuppertaler Gymnasium als Studien-Objekt auszusuchen,
erhielten die Hamburger Journalisten von der Düsseldorfer Bezirksregierung,
wo man das von Karl W. Schröder geleitete Carl-Fuhlrott-Gymnasium
als moderne Schule einstuft. Blick zurück nach vorn Auch einen Blick zurück wagt der Bericht und bezieht
sich dabei auf recht deutliche Äußerungen einiger Lehrer, die
bestätigen, dass die Schule ihr Gesicht deutlich verändert habe
("wie umgedreht"), und das, obwohl die Lehrer selbst keineswegs
Junges Gemüse, sondern mehrheitlich die selben sind wie vor zehn
Jahren auch schon. Einige Lehrer könnten die Großeltern ihrer
Schüler sein. Dennoch: Alter muss nicht automatisch Stillstand heißen.
Eine gute Personalpolitik und die Möglichkeit der Schulen, neue Lehrer
selbst anzusuchen, schaffen die Voraussetzungen für den pädagogischen
Wandel. Und das Ausnutzen jedes auch noch so kleinen Freiraumes, den die
Schulbehörde gewährt, tue ein Übriges, wenn es darum geht,
eine Schule im Sinne moderner Pädagogik zu reformieren, ohne dabei
ins Revolutionäre zu verfallen. Stefan Seitz |
||
Weiterführende
Links |
||