| Ab ins Reich der Mitte | ||
Hanna (15) und Kyra (16) gewannen Chinesisch-Wettbewerb Sprachtalent und Ehrgeiz gehören dazu, wenn man eine Sprache wie Chinesisch lernen will. Beides haben Kyra Böhme und Hanna Doose. Die Südstädterinnen, die das Carl-FUhlrott-Gymnasium besuchen, lernen an der Bergischen Universität Chinesisch und haben jetzt gemeinsam mit ihrer Gruppe eine Reise nach Peking gewonnen. „Wir haben einen Kooperationsvertrag mit zwei Wuppertaler Gymnasien geschlossen", erklärt Agnes Bryan, Leiterin der Sprachlehrinstituts der Uni. "Teilnehmen können Schüler ab der achten Klasse." Kyra war von Anfang an dabei. Seit gut zweieinhalb Jahren lernt Kyra jetzt schon die exotische Sprache: „Ich möchte einfach so viele Sprachen wie möglich lernen", sagt sie. „Als ich mit meinem Vater damals darüber sprach, hat er mir Chinesisch empfohlen, weil es sich zur Weltsprache entwickelt". Davon ist auch Hanna überzeugt. Sie hat sich kurze Zeit später von Kyra begeistern lassen. „Chinesisch ist sehr interessant', findet sie. „Es ist einfach nicht vergleichbar mit anderem europäischen Sprachen. Die Grammatik ist zum Beispiel sehr einfach, dafür muss man sehr auf die Aussprache achten. Natürlich ist es nicht ganz einfach, die Schriftzeichen zu lernen." Aber beide Mädchen sind total begeistert, wenn sie durch Wuppertal gehen und zum Beispiel die Schriftzeichen bei einem China-Restaurant entziffern können. Sogar im Bus, wenn sich Chinesen harmlos unterhalten, die glauben, sie könnten nicht verstanden werden, bekommen die beiden schon das ein oder andere mit. Inzwischen sind Hanna und Kyra in der zehnten Jahrgangsstufe. Schon im vergangenen Jahr hatten sie mit ihrer Chinesisch-Gruppe an einem Sprachwettbewerb teilgenommen. „Das war schon ein tolles Erlebnis", erzählt Kyra. „Auch wenn wir damals nichts gewonnen haben, hat es uns viel Spaß gemacht." In diesem Jahr waren sie von 15 gemeldeten Gruppen nun die Besten. Mit ihrem Dozenten Zufeng Wu hatten sie ein chinesisches Märchen einstudiert. Dafür importierte ihr Lehrer sogar die Kostüme aus China. Bewertet wurde die sprachliche Ausdrucksfähigkeit, der interkulturelle Gehalt, Originalität und Kreativität. Die Jury - hauptsächlich aus chinesischen Muttersprachlern - war sich einig in ihrem Urteil. In den Sommerferien fahren Kyra und Hanna zusammen mit den anderen sechs Schülern aus Ihrer Gruppe nach Peking und machen einen Chinesisch-Kurs vor Ort. Der Preis wird von der chinesischen Botschaft in Berlin und dem Konfuzius-Institut Düsseldorf gestellt. Ruth Hoffmann |
||
Weiterführende
Links |
||