Carl-Fuhlrott-Gymnasium
  Sinfonieorchester drückt noch einmal die Schulbank

Das Fuhlrott-Gymnasium spielte mit dem Orchester ein Romeo und Julia-Konzert

Dass das Wuppertaler Sinfonieorchester gut spielen würde, war klar. Aber dass das Carl-Fuhlrott-Gymnasium aus dem gemeinsamen Romeo-und-Julia-Konzert zur Musik Prokofiews ein perfekt organisiertes Event machte, war eine rundum überzeugende Leistung. „Das Konzert bietet uns die Möglichkeit, unsere Vielfalt zusammenzuführen", erklärte denn auch Schuldirektor Karl W. Schröder. Der Einsatz hatte sich gelohnt: Die 800 Eintrittskarten waren schon Tage vor dem Konzert ausverkauft, viele Eltern und Schüler erlebten hier zum ersten Mal ein klassisches Konzert.

Die Vorbereitungen für das von Sinfoniker Udo Mertens und CFG-Musiklehrer Lothar Berg initiierte Projekt hatten ein Jahr in Anspruch genommen. Alleine das Team der CFG Event Technik hatte 2000 Meter Kabel verlegt, 200 Quadratmeter schwarze Vorhänge wurden genäht und die Oberlichter mit Teichfolie verdunkelt. Der Grundkurs Musik der Stufe 12 hatte zu dem einmaligen Konzert ein informatives und buntes Hochglanz-Programmheft herausgebracht. Schüler von der sechsten bis zur zwölften Klasse hatten im Kunstunterricht und in AGs Werke zu Romeo und Julia, dem bekanntesten Liebespaar aus Verona geschaffen: tönerne Gesichter, zarte Bleistiftzeichnungen, große Gemälde, „Liebe und Kampf im Stil von Keith Hearing" oder Papiermosaike. Die CFG Event Technik hatte daraus eine Multi-Media-Show geschaffen, blendete auf der Großleinwand abwechselnd die geigenden und flötenden Sinfoniker und zu den jeweiligen Stücken passende Kunstwerke ein.

Die Sinfoniker unter Generalmusikdirektor Toshiyuki Kamioka waren gut aufgelegt, spielten eine leichtfüßige Julia und zarte Liebesbande ebenso mitreißend wie wüste Kämpfe. In der großen Veranstaltungsaula des Gymnasiums blieb vor dem Orchester sogar noch genug Platz für die beiden Tanz-AGs, die einige Stücke tänzerisch begleiteten. Die Mädchen der einen Gruppe waren in bunte Gummi-Würste gesteckt und bewegten sich darin wie farbige, lebendig gewordene Statuen. Die andere Gruppe war mit roten Samtröcken und kleinen Gesichtsmasken im höfischen Stil gekleidet und tanzte elegante Figuren. Am Ende gab es begeisterten Applaus für eine Premiere, mit der das Sinfonieorchester junges Publikum für seine Konzerte begeistern will.

Tanja Heil
Westdeutsche Zeitung
, 20.9.08
(Foto: cwh; von der HP-Red. hinzugefügt)

Weiterführende Links
Events: "Tanz, Licht, Musik und Kunst - Ein großes Event am CFG zu Romeo zu Julia" (21.9.08)
Bildergalerie zur Aufführung von "Romeo und Julia"
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