| Individuell fördern bringt's | ||
| Drei Wuppertaler Schulen haben ein NRW-Gütesiegel Wer ein Gütesiegel hat, steht (im Wettbewerb) besser da als andere.
Das gilt nicht nur in Sachen Biolebensmittel, sondern auch für Schulen:
In NRW vergibt das Schulministerium das „Gütesiegel Individuelle
Förderung" - etwa 30 Schulen wurden bisher landesweit damit
ausgezeichnet, allein drei davon in Wuppertal. Hinter dem kopflastig formulierten Motto verbirgt sich eine ebenso schlichte wie messbar erfolgreiche Tatsache: Wer Schüler individuell fördert, erzielt bessere Ergebnisse als der, der allgemeine (Nach)Hilfekonzepte ohne spezifische Differenzierung anwendet. Drei Wuppertaler Schulen sind es, die solch erfolgreichen Individualismus - mit Gütesiegel - praktizieren: Das Carl-Fuhlrott-Gymnasium (CFG) auf Küllenhahn, wo die Auftaktveranstaltung mit Ministerin Sommer stattfand, die Ronsdorfer Grundschule Kratzkopfstraße sowie die Fritz-Harkort-Schule in Langerfeld. Außerdem liegen dem NRW-Ministerium bereits drei weitere Wuppertaler Gütesiegel-Bewerbungen vor. Karl W. Schröder, Leiter des CFG, machte denn als Hausherr und Gastgeber beim Ministerin-Besuch auch deutlich, dass Wuppertal eine gute Wahl für den Start der Dialogreihe mit Barbara Sommer sei: „Die Wuppertaler Schulen stehen für Innovation, denn sie haben die Bedeutung und die Vorteile individueller und persönlicher Schülerförderung erkannt", so Schröder. Das sehen übrigens auch die Schüler so: Eine Umfrage habe klar gezeigt, dass Kinder und Jugendliche selbst sehr wohl Förderung wollen - und zwar solche, die innerhalb der Schule stattfindet. Für Schröder sind die Erfolge des Gesamtkonzeptes der Individualförderung ein Beweis dafür, dass es - zumindest am CFG - richtig gewesen sei, auf die Bildung so genannter Eliteklassen zu verzichten und dafür auf „weite, offene Förderung" zu setzen. Karl W. Schröder im Gespräch mit der Rundschau: „Wo es 'Eliteklassen' gibt, sehe ich immer die Gefahr eines Zwei-Schichten-Systems in einer Schule. Intelligente, individuelle Förderung dagegen hilft, dass Schule und Schüler sich als Ganzes verstehen und auch so präsentieren." Grundsätzlich ähnlich Diese kurzen Schlaglichter zeigen nur jeweils einen kleinen Ausschnitt aus den mit dem NRW-Gütesiegel ausgezeichneten individuellen Förderkonzepten der drei Wuppertaler Schulen. Beim Besuch von Ministerin Sommer gab es aufwändig gestaltete Info-Stände mit viel Material und sachkundigen Info-Partnern. Stefan Seitz |
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