SCHÜLERAUSTAUSCH:
Erfahrungsbericht über 50. Besuch aus Frankreich
"Schade, jetzt sind sie wieder weg!" trauert Paulin (16).
Genau wie sie waren 49 weitere Schüler des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums
zwölf Tage lang nur im Doppelpack anzutreffen. Denn sie alle haben
dieses Jahr am 50. Schüleraustausch
zwischen dem Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Wuppertal und dem Lycée
Dupuy-de-Lôme in Lorient (Bretagne) teilgenommen.
In den zwölf Tagen wurde den Franzosen sowohl von der Schule als
auch von den entsprechenden Austauschpartnern ein abwechslungsreiches
Programm geboten. Dieses reichte von einem Zoobesuch über eine Fahrt
nach Düsseldorf bis zum Besuch des TiC (Life is live). Natürlich
durfte auch die Fahrt mit dem Kaiserwagen nicht fehlen. Besonders lustig
war der Fotowettbewerb, für den jedes Paar ein Foto einreichen sollte,
das die 50-jährige deutsch-französische Freundschaft widerspiegelt.
In kleineren Gruppen traf man sich die knapp zwei Wochen über zum
Bowlen, Schlittschuhlaufen, Klettern und zu ähnlichen Aktivitäten.
"Der Austausch war super!" findet Sören (15), der dieses
Jahr schon das zweite Mal teilgenommen hat. Da ich meinen Partner schon
kannte, war ich auch bei der Ankunft nicht so aufgeregt wie letztes Jahr."
Die Aufregung vor dem ersten Zusammentreffen ist groß
Ganz anders ging es dagegen Madeline (16): "Ich war super
aufgeregt, weil ich auch erst am Tag vor der Ankunft der Franzosen Kontakt
zu meiner Austauschpartnerin hatte. Doch wir haben uns direkt super verstanden
und gleich am ersten Abend bis 2 Uhr nachts geredet." "Ich fand
es klasse, dass sich alle für den 50. Austausch so viel Mühe
gegeben haben, so hatten wir dieses Mal zusätzlich das große
Fest in der Stadthalle", sagt Nora (15). Auch die französischen
Schüler hatten viel Freude an ihrem Aufenthalt hier. Schon kurz nach
der Rückkehr nach Lorient sagt Cleo (16): "Ich vermisse schon
Deutschland, Wuppertal und meine deutschen Freunde!" Ganz begeistert
war auch Maina (16): "Ich bin sehr traurig, dass jetzt schon wieder
alles vorbei ist.
Nun bleibt natürlich noch die Frage nach den sprachlichen Verbesserungen.
"Also, ich habe ganz deutlich gemerkt, wie die Sprachkenntnisse meiner
Partnerin immer besser wurden. Ich hoffe, das wird umgekehrt in Lorient
bei mir auch der Fall sein", sagt Saskia (15) dazu. Auf jeden Fall
freuen sich alle schon wahnsinnig auf Mai, denn dann geht es endlich zum
Gegenbesuch nach Lorient. Außerdem gibt es auch schon viele Verabredungen
für weitere Treffen außerhalb des Austausches. Lorient
- nous venons!
Westdeutsche Zeitung, 8.3.07
Jana Ross
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